Dienstag, Februar 13, 2007

Wellington, Wellington

Hi,

hier in Neu Seeland ist zur Zeit der Sommer ausgebrochen. Habe die vergangenen Tage einwandfreies Wetter gehabt, so um die 22 Grad, mal blauer Himmel mal nicht.

Übringends die Forelle habe ich fachgerecht gegrillt in der Folie, war lecker und hat so wie ne Forelle in Deutschland gemscheckt ;-)

Von Taupo aus bin ich dann am Lake Taupo an der Ostküste in Richtung Turangi am südlichen Ende des Sees gefahren. Von dort bin ich dann in den Turangi National Park gefahren, der als Hauptattraktion den 2.797m hohen Mount Ruapehu bietet. Dieser Berg liegt in einer Bergkette mit zwei anderen Vulkanen. An diesen wurden auch Teile des Herr der Ringe Epos am Schicksalsberg gedreht.

Am Fuße des Berges liegt auch ein sehr schönes gelegenes, in den frühen Jahren 1900 erbautes, Schloss mit Golfplatz. In den man den Ort durchfährt kann mann bis zur Talstation der Sesselliftbahn hoch fahren die auf ca. 1600m liegt.

Übernachtet habe ich in der Nähe der Ortschaft auf einem vor Wind geschützt DOC-Campingplatz. Am Morgen danach bin ich mit dem Sessellift bis zur Endstation gefahren die im Sommer geöffnet hat. Eigentlich hatte ich dann vor von dort bis zum Gipfel zu laufen, da es nur ein Aufstieg von ca. 1 1/2 Stunden sein sollte. Es kam aber wie es kommen muste und als ich oben war hat es angefangen richtig schön zu Schütten. Vorher konnte ich noch ein paar Bilder machen und auf denen kann man erkennen das im Tal noch blauer Himmel ist und nur am Berg sich die Wolken zusammen gezogen hatten. Hatte mich dann erstmal in das Caffee dort oben gesetzt und was gedrunken. Wollte abwarten bis das Wetter wieder besser wird aber zwei andere die gerade von oben herunter kamen, hatte mir nur wegen der schlechten Sicht am Gipfel davon abgeraten. Sichtweite war in etwa Marke Nebelsuppe. Somit hatte sich diese Sache für mich auch erledigt und bin dann noch einigermaßen vor dem nächsten Schauer ins Tal zurück gekommmen.

Von dort aus ging es dann weiter nach Waiouru, wo ich das Kriegsmuseum besucht habe. Dieses kann ich nur absolut empfehlen, es ist teilweise durch Situationsdarstellungen mit lebensgroßen Puppen und Geräten super realistisch und interessant dargestellt. Für mich war es eines der besten Museen die ich bis heute besucht habe. Es ist zwar nicht so groß und umfangreich, das was sie aber haben ist dafür um so besser aufbereitet.

Nach dem Museum ging es dann in die Richtung Mangaweka wo ich auf einem wirklich guten Campingplatz zwei Nächte über das Wochenende verbracht habe. Das besondere an diesem war das er an einem Fluß gelegen war und auf der anderen Seite sind Steilklippen aus weißem Stein ca. 50 Meter aufgestiegen. Ehrlich gesagt da können die Klippen bei Rügen einpacken und hier ist das nicht mal besonders ausgeschildert gewesen, war Glück das ich hier drüber gestolpert bin.

Abends hatte ich wieder Lust etwas zu kochen, mein Menü des Abends war: Heimisches Lammsteak an gekochtem Maiskolben gekauft beim Bauern neben an. War lecker nur eins kann ich nicht verstehen, warum das Lammfleisch hier teurer ist als das genauso super gute Rindfleisch? Wozu gibt es denn in Nz mehr Schafe als Einwohner?

Kurz bevor ich Taupo verlassen hatte, hatte ich noch Kontakt mit Peter und hatten uns dann darauf geeinigt das ich Montag bei ihm eintrudel und ich vorher noch anrufe damit er mir die Wegbeschreibung durchgeben kann. Kurz und gut bevor ich also aufgebrechen wollte, hab ich ihn angerufen und er hat mir eine 1a Wegbeschreibung durch gegeben und ich hatte gesagt das ich so gegen 4 Uhr beim ihm sein werde.

Tja dann hatte ich mich ins Auto gesetzt, Schlüssel rumgedreht und es erklang ein verdrautes Geräusch einer leeren Batterie (woher kenne ich das nur??). Fuper, na zum Glück hatte ich wenigstens Handyempfang und ich konnte den NeuSeeländischen ADAC (AA) anrufen, damit sie mir aus der Patsche helfen. Ein kleines Problem war nur die Wegbeschreibung, da der Campingplatz im Computer vom AA nicht zu finden war, die Straße keinen Namen hatte und der Ort an der Abzweigung nicht in meiner Karte verzeichnet war. Durch Zufall war am Strand gerade eine Truppe von Wildwasserraftern angekommen und der Guide hatte dann etwa in 5 Minuten den Leuten vom AA erzählt wie er am besten zum Platz kommt. Also alles in allem war der AA auch nach 1 Stunde da und es war ein Akt von Sekunden das Auto wieder zu starten. Problem war gewesen das ich die Türen die letzten Tage offen hatte und nicht gemerkt hatte das die Beleuchtung aktiv war. Tjupp, passiert. Letztendlich bin ich dann so gegen 11:30 vom PLatz weg gekommen und bin dann in Richtung Feilding gefahren.

Da ich nun erstmal das Auto für ca: 1 1/2 Stunden bewegen musste, damit die Batterie wieder aufgeladen wird habe ich dann fast die umwegreichste Strecke in das eigentlich nur 20 Km entfernte Feilding genommen. Peter von ihn der Nähe einer kleinen Ortschaft mit dem Namen Colydon, von dort sind es nur 5 Abzweigungen nach rechts/links und an der dritten Postbox rechts bis ich an seinem Haus angekommen bin.

Peter hatte vor zwei Jahren angefangen dort für sich und seine Familie (seine Frau Jeanette und seine drei Kinder) ein neues Haus zu bauen. Dafür ist es wirklich schon super Haus ist komplett fertig, außen Anlage ist schon ein bischen im italienischem Stile angelegt, wirklich super. Nuja ich dort mein erstes gescheits Bett und Dusche seit dem ich in Deutschland abgeflogen bin, einfach super wie 5-Sterne Hotel (und ich muste Abends nicht kochen, da seine Frau eine super Pasta gezaubert hatte ;-) ).

Mit Peter und seiner Frau bin ich dann noch bis spät in die Nacht zusammen gesessen, hab ihnen meine Bilder gezeigt von meinen bisherigen Stationen und auch natürlich die von Samoa. Peter war ja für seine letzten beiden Tage auch in Lalomanu Beach Fale abgestiegen und ihm hatte es ebenfalls super gefallen und so wie ich das verstanden hatte war das eigentlich als Urlaub mit seiner Frau geplant, die dann aber leider nicht mit fliegen konnte.

Am Montag morgen frühs um 6 Uhr aufgestanden um mit Peter und seiner Familie um 7:30 zu Frühstücken. Seine Frau hatte dann die Kinder in die Schule gefahren und ich hatte dann noch mit Peter gequatscht und er hatte mir dann noch eine Menge Reisetipps für die Südinsel in meine Karte eingezeichnet. Also letztendlich bin ich dann erst so erst gegen 11 Uhr weg gekommen. Die Gegen wo Peter wohnt ist wirklich super, hat mir gefallen.

Ehrlichgesagt gedanklich hab ich schon meine Flüge verschoben und meine Flugroute umgebucht. Nz ist wirklich super, es gefällt mir hier wirklich gut und ich hab hier nach 2 Wochen nicht das Gefühl das ich weiter fliegen möchte. Nunja mit meinem normalen Visa habe ich ja 3 Monate Zeit. Mal schaun, werde mir morgen in Wellington ein Singapure Airlines/Air NewZealand Büro suchen und dann wird es ne kurzfristige Bauchentscheidung sein wie lange.

Tja, und dann ist da ja noch Australien ... Hab jetzt schon soviele Leute getroffen die von dem Land "da drüben" geschwärmt haben, hmmm wenn ich noch bis mitte/ende April in Nz bleibe, dann hätte ich noch 4 Monate übrig. Die aktuelle Planung sieht für mich so aus:
- 1 Monat Myanmar
- 1 Monat Nepal
- 1 Monat SüdChina oder Ostküste zwischen HongKong und Shanghai
- 1 Monat Dubai/UAE/Oman

Tja und wo ist Indonensien, Papu und die ganzen anderen die vorher auf der Liste standen? Wech. Nuja wenn ich ein paar Tage zusammen kratze dann hab ich noch 2 Wochen für Sydney übrig?!? Na mal schaun.

Achso von Feilding bin ich über Palmerston North, Shannon, Levin an die Westküste nach Paraparaumu gefahen, dort Lunch am Strand. Dann über den Bergpass in Richtung Uppern Hutt, dort wo ich jetzt auch auf dem Campingplatz in der Küche an meinem Laptop sitze und seit gut 1 1/2 Stunden diesen Bericht zusammenge getippt habe.

So mein Cappuccino auf dem Gaskocher wartet auf mich ..

Bis denn

Philipp

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