Dienstag, Juni 05, 2007

Welcome to China - Xiamen & Gulang Yu

Erleichtert, so könnte man mein Gefühlszustand nach Macau beschreiben. Nein, nicht das ich glücklich war schon so schnell wieder Macau zu verlassen. Was mich glücklich gemacht hatte war das ich mich in Macau dazu durch gerungen hatte einen weiteren Teil meiner Ausrüstung nach Hause zu schicken.

Somit hab ich nun meinen großen Rucksack um gute 8 Kilo erleichtert (Zelt, Isomatte, Schlafsack, Klamotten, Krimskrams). In Macau hatte ich dafür auch "nur" 49 Euro bezahlt. Eine Stange Geld wenn man betrachtet das eine Unterkunft für die Nacht 6 Euro und ein komplettes Abendessen für das gleiche zu haben sind. Genug war aber genug und das tragen des Bigpacks vom Fährterminal bis zum Hostel (knappe 4 Kilometer) haben meine Entscheidung auch viel leichter gemacht.

In HongKong mit der Fähre angekommen hatte ich mich dann auf den Weg gemacht meine Octopuskarte (soetwas wie eine Guthabenkarte für den Nahverkehr und man kann damit auch in fast allen Geschäften bezahlen) einzulösen und mir noch ein Phrasebook für Mandarin (Chinesisch) gekauft. Dann bin ich in die Ubahn eingestiegen um nach gut 6 Stationen zu merken das ich irgendwas vergessen habe. Tja meine Angel, fast hätte sich das Problem damit auch selbst gelöst. Glücklicherweise konnte ich diese aber wieder im Buchladen wiederfinden. Es war dann auch schon 6 Uhr und an der Zeit mich auf den Weg zum Bus zu machen, vorallem weil ich keinen Schimmer hatte wo der ist da die Angaben auf dem Ticket mit NorthPoint und Marble Road nicht gerade sehr genau waren. Ein paar HongKong Polizisten hatten mich dann aber wieder auf die richtige Bahn geworfen und zumindest hatte ich dann das Terminal gefunden.

Zum Zeitpunkt als ich angekommen bin standen 3 Busse am Terminal. Ich natürlich weltmänisch die Chinesischen Symbole verglichen mit meinem Ticket aber letztendlich auch daraus nicht schlau geworden. Dem einen Busfahrer am ersten Bus gezeigt hatte etwas wie "Ja klar, aber irgendwie auch Nein" gestiguliert, die anderen Busfahrer hatten dann immer nur auf den ersten Bus gezeigt. Nunja als dann die Zeit ran war hatte ich dann einen Chinesen im Anzug (in der Hoffnung das er Englisch sprach) angesprochen und zu meinem Glück konnte dieser auch fliesend sprechend. Somit ist er noch mal mit meinem Ticket zum ersten Bus und nach heftiger Diskussion mit dem Busfahrer stellte es sich heraus das dieser Bus doch der richtige ist, es aber noch ein zweiter Bus später kommt. Der Chinese hatte dann sich noch etwas mit mir unterhalten und mir dann noch seine Visitenkarte gegeben und das ich mich melden sollte fals ich Probleme habe in China. Fand ich klasse und er hatte das auch ernst gemeint.

Als dann der Bus angekommen ist, mein Gepäck verstaut war und ich in den Bus gestiegen bin hab ich nur einen Lachanfall hoch 10 bekommen. Warum? Nunja es hatte mich ja schon stutzig gemacht das mein Ticket 280 Dollar gekostet hatte und auf der Karte "Deluxe" geschrieben stand. Nunaj schaut euch mal dieses Bild an.

Nunja, Wurzelholz und Sitze wie in der Businessklasse von Lufthansa, das erklärt auch warum ich nur den doppelt als normalen Preis bezhalt habe. Economi kostet etwa 130 Dollar, wie ich jetzt heraus gefunden habe. Wie auch immer so bequem Bus bin ich noch nie gefahren außerdem waren das nagel neue MAN Busse und so fährt man doch gleich mal standesgemäß nach China rein ;-)

Mit dem Grenzübergang nach China hat alles wunderbar geklappt und die Busfahrt verlief bis auf die üblichen Stops ohne Unterbrechung. Ankunft in Xiamen (Shiamen gesprochen) war dann gegen 6 Uhr (also nur 2 Stunden nach Plan). Dann ein erfrischender Marsch mit erleichtertem Gepäck zu dem laut Loneyplanet nur 4Kilometer entfernten Fährterminal. Am Fährterminal angekommen fand ich es erst mal schon komisch das alles verschlossen war und die Symbole nicht so wirklich mit denen von Gulang Yu übereingestimmt hatten. Mit absoluter Präzision, langer Vorbereitung und studium der genauen Grammatik bin ich dann zu einer Chinesen hin und habe auf das Fährterminal gezeigt und gesagt: "Gulang Yu???" Dank meiner phänomenalen Aussprache und Grammatikkentnissen des Chinesisch hatte sie mich auch nur nach viermaliger Wiederholung verstanden ;-) Soviel zu einfacher Kommunikation hier in China und dabei hab ich noch nichtmal versucht mein Phrasebook zu benutzen ;-) Denke das wird dann noch Spaßiger. Jedenfalls hatte Sie weiter weg gedeutet und dann war mir klar das es auch noch ein zweites Fährterminal geben musse. Somit bin ich dann am Flußufer durch die sich durch Taichi betätigenden Chinesen zum Fährterminal gedackelt. Rauf auf die Fähre, rüber auf die Insel. Das Hostel hatte ich dann dank falscher Karte im Loneyplanet auch nur nach ner halben Stunde umherwandern gefunden. Dann gab es erstmal bis Nachmittags um 5 ein Nickerchen bis es dann am Abend das erste Bier in China auf meiner Reise gab. Diesen historischen und geschichtsträchtigen Augenblick musste ich natürlich festhalten.

Morgen werde ich dann auf Tour gehen um die Insel zu entdecken. Diese ist mir knapp 7qKM nicht gerade groß. Werde etwa hier eine Woche bleiben und dann weiter nach Hangzhou vor den Toren von Shanghai weiter fahren.

Bis bald

Philipp

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