Sonntag, Mai 06, 2007

Highway to Hell - Road Tripp from Adelaide to Alice

Kilometerstand: 6.000 Kilometer

Sollte ich mit ein paar wenigen Woertern beschreiben wie der Tripp war, wuerde ich sagen: lang, beeindruckend, abwechselungsreich, anstrengend

Die ganze Entscheidung den Tripp mit dem Auto zu machen kam eher spontan und das war eine super Entscheidung. Von Adelaide ging es dann am fruehen Montag morgen auf dem Highway in Richtung Norden nach Port Augusta. Dort faengt dann auch der Stuart Highway an, der von der Suedkueste, quer durch den Kontinet hoch an die Nordkueste fuehrt. Stuart Highway (A 87)
Den ersten Zwischenstopp fuer die erste Uebernachtung haben wir in Woomera eingelegt, einer Stadt die Ihre Basis in einer grossen Militaerbasis und der Raketenforschung besitzt.
Von Woomera aus haben wir dann noch einen Abstecher in Richtung der grossen Uraniumminie gemacht. Nunja der Weg war uns dann aber doch zu lang, dafuer sind ein paar schoene Bilder entstanden.Am naechsten Tag ging es dann auf die Etappe Woomera -> Cobber Peddy. Knappe 3 Stunden Autofahrt in Richtung Norden begruesste uns dann auch schon die Mondlandschaft von Cobber Peddy.Cobber Peddy ist eine der wichtigsten Opal Abbaugebiete der Welt, Australien stellt fast 90% aller in der Welt verfuegbaren Opale. Wenn Ihr euch jetzt fragt was ist denn ein Opal, so ging es mir auch eher. Beschreiben kann man diesen Stein sehr schwierig da die Farben so irre sind, einfach schoen, fuer was aber gibt es denn Bilder ;-)Ankunft in Cobber Peddy war so gegen 11 Uhr, da ich mal die (fast) grenzenlosse Geschwindigkeit meines Mietwagens ausgetestet hatte. Es ist erstaunlich welche Durchschnittsgeschwindigkeiten man hier auf den Highways zusammen bekommt wenn die Strasse frei ist, jenseits der 130Km/h im Durchschnitt sind locker moeglich. Ist aber wirklich nicht angenehm, die letzten Tage ist meine bevorzugte Geschwindigkeit so 100 bis 110 Km/h und da man das hier fast 1:1 als Durchschnitt nehmen kann ist das super. Fenster Runter & Ellenbogen raus & Musik aufgedreht und irgendwelche Gassenhauer lauthals mit gegroehlt, Hendrik inclusive. Seine Aufgabe war eingentlich Navigation aber ich musste feststellen das er darin eine absolute Flasche ist, nunja zumindest konnte sich auch er sich nicht auf dem Stuart Highway verirren (gibt ja nur eine Spur jeweils in Richtung Norden und Sueden). Seine Lieblingsbeschaeftigung war eher entweder Schlafen oder cooles Posen vor der Kammera

Am Nachmittag haben wir dann eine Rundfuehrung durch Cobber Peddy mitgemacht, Hohepunkte waren unter anderem der Golfplatz, der an ermangelung von Grass aus glattem Kiesel besteht. Um aber etwas Golffeeling zu bekommen, wird dann zum Abschuss ein kleines Stuecken Grass unter den Ball gelegt.

Weiter ging es dann zur Opalmine von Crocodile Harry, einem ehemaligen Krokodiljaeger von der Kueste, der dann nach dem in Schutznahme der Krokos nach Cobber Peddy gekommen ist um dort sein Glueck zu suchen und so wie es aussah hatte er es auch gefunden.Am oertlichen Friedhof kann man auch sein Grab besuchen. Dabei gibt es hier in Cobber Peddy auch eine Tradition das man zu Ostern an das Grab seiner Freunde/Verwandten geht, eine Bierflasche halb leer trinkt und dann die Flasche mit dem Rest umgedreht in die Erde ueber dem Grab steckt (damit der Verflossene auch nocht etwas davon abbekommt).

In der Mine von Kroko Harry konnte man auch coole Bilder im Style: "
Scotty, beam me up" machen. Jetzt fehlt nur noch die Animation dazu und schon bin ich weg ;-) Wuschhhhhhhhhhh ......

Eine weitere Interessante Sache ist auch das ueber die Haelfte der Einwohner in Cobber Peddy nicht ueber sondern unter der Oberflaeche wohnen. Das hat den einfach Grund das dort die Temperatur im Sommer wie auch im Winter fast gleichmaessig konstant bei 23 bis 25 Grad liegt. Was nun auch ganz cool war dass das Hostel in dem wir untergekommen waren, auch die Unterkuenfte(Dorms=Mehrbettzimmer) im Untergrund hatte, etwa 6,5 Meter unter der Oberflaeche.

Da auch der Reisende etwas im Magen haben musste, konnten wir uns entscheiden zwischen famous Fish&Chips oder selbst kochen. Ich habe mich dann auch fuer letzteres entschieden und es gab leckers Kaenguruh mit Bratkartoffeln und Roestzwiebeln.Wir hatten schon den ganzen Tag Appetit auf die springende Huepffraktion bekommen, hatten schon ueberlegt ob wir eines selber mit dem Mietwagen ueberfahren sollen und dann Weidmaennisch zerlegen sollen oder doch einfach kaufen. Grosse Diskussion, da aber dann niemand das Auto hinterher saubermachen wollte und die Schaeden am Mietwagen bezahlen wollte haben wir uns dann fuer den herkoemlicheren Weg entschieden. Fleischgeschmack ist aehnlich wie Rindfleisch mit einer kleinen Geschmacksnote aehnlich wie Leber (oder was einfach nur alt ;-) ).

Am naechsten Tage stand dann der laengste Tripp unserer Tour an. Es sollte von Cobber Peddy nach Yalara (Ayers Rock/Uluru) gehen. Knappe 6 bis 7 Stunden fahrt. Und da so eine Fahrt doch recht langweilig werden kann macht man alle moeglichen Aufnahmen mit dem Foto, zwanzigtausendmal den Ausenspiegel in verschiedenen Situationen oder einfach den Fahrer persoehnlich. In Adelaide habe ich zum Glueck noch entdeckt das der Mietwagen einen CD Player besitzt der MP3 abspielen konnte. Zumindest hatte man dann ein paar Stunden Musikabwechselung dabei, auch wenn uns die CD nun nach 6 Tagen auch zum Hals rausgehangen hat. Erloesung ist aber in Sicht da ich mir heute einen neuen Rohling geleistet habe, ja manchmal muss man doch Investitionen taetigen ;-)

Wie steht es doch so schoen im deutschen Lonely Planet, wenn der voreilige Besucher zum erstenmal Mount Conner sieht denkt er ist bereits der Ayers Rock/Uluru. Dieser ist dann aber noch gute 100 Kilometer weiter im Westen. Doch dann erscheint dieser rote Brocken vor einem, Zack mit einem Mal steht er da. Dieser Felsen fuer den man einfach mal 600 Kilometer einfach gefahren ist.Tags ueber sieht er schon gewaltig aus aber Abends, ich sag es euch. Abends habe ich mich innerlich gegeiselt das ich keine grosse SpiegelreflexDigicam mitgenommen habe. Diese Lichter, diese Stimmung wenn die Sonne im Untergehen ist, WOW einfach gigantisch schoen. Nunja ich habe meine Kammera ausgreizt bis zum letzten und konnte doch einige sehr schoene Aufnahmen vom Felsen machen. Hatte mich dann mit einem aus Kanada unterhalten der eine grosse Digicam dabei hatte, die Bilder haettet Ihr sehen muessen aber meine Motivwahl war besser *grins*. So nun seit Still und schweigt und geniest diese Impressionen diesen doch einmahligen Monoliten der Welt:

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Sonneaufgang am Ayers Rock/Uluru
Am Tag vorher sind wir nachdem die Sonne weg war wieder zurueck gefahren. Tja wenn Ihr da seit, wartet bis der Mond hinter dem Uluru aufgeht. Einfach Irre aber hier war dann die Leistungsgrenze meiner Kammera ueberschritten.In gaaanz gross kann man die Umrisse des Ulurus erkennen und dann wie die Aura des Mondes sich ganz langsam ueber den Rand des Uluru schiebt. Irre toll. Nunja hier dann noch ein Foto wie es in etwa aus sah vom Tag vorher wo wir dann schon etwas weiter weg vom Felsen waren

Insgesammt waren wir 2 Naechte am Uluru, am zweiten Tag bin ich dann morgens um den Uluru herum gelaufen und Hendrik ist in 12 Minuten auf die Spitze des Felsens geklettert. Der Rundweg war sehr schoen, gemuehtlich und in 1 1/2 Stunden ist man locker drum herum gelaufen.Unter anderem konnte ich auch eine Echse sehen, der ganze Koerper versehen mit Panzerplatten die sich in der Mittagssonne aufgewaermt hatte. Wenn jemand diese genau spezifizieren kann, Informationen werden gerne entgegen genommen.


Der naechste Morgen haben wir dann relaxt bis um 10 Uhr morgens mit Fruehstuecken verbracht und sind dann in Richtung Kings Canyon aufgebrochen. Am Wegesrand habe ich dann auch mein erstes Kamel hier in Australien sichten koennen. Urspruenglich aus Uebersee eingefuehrt um die Staedte im Outback mit Lebensmitteln und Wasser zu versorgen, bevoelkern diese nun einen grossteil von Australien und fuehlen sich hier pudelwohl.

Am Kingscanyon haben wir uns entschieden den 4 stuendigen Rundgang zu machen. Die erste Teilstrecke war dann auch gleich mal die heftigste hat aber Spass gemacht die paar Hoehenmeter machen mir doch nichts aus ;-). War eine sehr schoene Landschaft und irgendwie kam mir das ein bischen vor wie die Pankake Rocks in Neu Seeland nur mit nicht gaaanz so viel Wasser. Was einbischen im Outback nerft sind die ganzen Fliegen da drausen. In den letzten Tagen hat es hier jetzt schon 3 Mal geregnet, anscheinend bekomme ich hier den gesammten Jahresniederschlag mit. Hat aber auch den grossen Vorteil das die Landschaft wunderbar gruen ist und nichts wirklich verbrannt aussieht.

Vom KingsCanyon ging es dann mit Zwischenstopp auf einem Campingplatz nach Alice Springs. Wenn es wirklich eine Mitte im Nirgendwo gibt dann ist es hier. Ein Schild an der Strasse beschrieb dies eher mehr poetisch und zwar das Alice Springs die Stadt in Australien ist die den kuerzesten Weg zu allen Straenden von Australien besitzt. Hmm, ein Korny ;-) Warheit ist da schon dabei.

So nun bin ich schon seit 2 Tagen in Alice Springs und habe bisher doch schon viel geschafft (muha). Vorgestern Abend sind Hendrik und ich auf Piste gegangen, naja morgens fruehs um 6 Uhr waren wir dann wieder im Hostel, dazu kann ich nur eines sagen: Geile Nacht und am naechsten Morgen hatte ich Schaedel. Eine alternativ Erklaerung dafuer gibt es auch, denn da wir in Deutschland normalerweise richtig herum stehen, muss ich ja jetzt in Australien falsch herum stehen, folgig muss einem das Bier hier dann auch zu Kopfe steigen ;-) (Jens, fuper Idee).

So fuer diesen Bericht hab ich nun schon knapp 5 Stunden im InetCafe verbracht, mich durch zigtausende Bilder die ich hochgeladen habe durch gekaempft und heute morgen ist sogar eine Parade am InetCafe vorbei gezogen. Heute ist hier MayDay also Feiertag. Trotzdem hat eigentlich alles auf, man kann hier bis Mittags einkaufen gehen und den Biervorrat fuer die Rueckfahrt wieder auffuellen.

Uebrigends gibt es wieder eine Neuerung meiner Reiseplaene.

Ich werde nun Australien bereits am 29 May verlassen. Wenn ich naechste Woche Montag in Adelaide den Mietwagen zurueck gebe, muss ich dann noch bis Mittwoch warten bis mein Flieger zum GreatBarrierReef nach Hamilton Island/Airlie Beach geht. Dort hab ich schon mal 3 Nachte im Hostel reserviert. Somit habe ich dann noch ab dann 1 1/2 Wochen Zeit nach Darwin zu kommen. Wie, das werden wir dann sehen, Mietauto wieder oder gebuchte Tour. Die Zeit am Meer will ich noch dafuer nutzen ein bischen Tauchen zu gehen. Eventuell eine 3 taegige Tour mit dem Boot von dem man dann bis zu 4 Tauchgaenge am Tag machen kann. Man wird es sehen welche Angebote es gibt und was mein Budget sagt, denn das zeigt aktuell Stufe Gelb (Hab Acht).

Am 29 May werde ich dann von Darwin nach Singapore fliegen.Von dort geht es am gleichen Tag Nachmittags um 3 weiter nach HongKong. Iam going back to China, yeha. In HongKong muss ich mich dann um ein Visa fuer China/Tibet kuemern und in der Zeit (denke das dauert so 4 bis 6 Tage) kann ich dann mir noch die Teile von HK anschauen die ich das letzte Mal nicht geschafft habe. Zum Beispiel Maco oder HK-Island. Habe damit dann damit 2 1/2 Monate Zeit fuer Asien. Grobe Tour ist Start in HongKong, dann quer durch China bis nach Tibet und ab dann alles offen.

So hoffe ihr schaut euch auch die Bilder an die ich hochgeladen habe. Leider sind es ein bischen viele geworden, da ich keine Moeglichkeit hatte Sie auszusortieren. Allerdings viele mir das bei den Uluru Bildern sehr schwer.

Noch eine interessante Information hab ich in einem der letzten Roadhouse (Tankstelle) finden koennen. Die aktuellen Busgelder in Australien, ab sofort fahr ich langsamer ;-).

Gruesse in alle Ecken der Welt aus dem aktuell bewoelkten Alice Springs

Philipp

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