Montag, Mai 28, 2007

Great Barrier Reef und die letzten Stuendlein schlagen ...

Seit vorgestern wieder in Cairns angekommen.

Der Tauchausflug aufs Riff hinaus mit Pro-Dive war genial gewesen. Fuer mich war es das erste Mal tauchen seit meinem Open Water Kurs auf Rarotonga, daher hatte ich den ersten Tauchgang auch mit einem Guide und meinem Buddy Hal gemacht. Es ging aber besser als erwartet, die notwendigen Handgriffe haben gesessen und die Schwebekontrolle unter Wasser hatte nach einem Tauchgang auch wieder gepasst. Insgesammt waren 11 Tauchgaenge ueber 3 Tage verplant, darunter auch 2 Nachttauchgaenge. Da ich mich fuer den Advanced Open Water Kurs entschieden hatte (der auch nur 90$ mehr als der normale Tripp gekostet hatte, also guenstig) sind 5 Tauchgaenge von den 11 fuer den Kurs mit drauf gegangen. Der ersten beiden Tauchgaenge waren Fundives wo man frei mit seinem Buddy, nach einem Breefing des Tauchgebiets vom Tauchinstrcutor, die Gegend erkunden konnte. Dann folgten 5 Tauchgaenge die fuer den Advanced Open Water notwendig waren. Der erste Tauchgang war speziell fuer die Navigation unter Wasser gedacht. Den hatte Hal und ich auch dringend notwendig, da wir beim zweiten Tauchgang zum ersten Mal alleine tauchen gegangen sind und das Schiff so um 30 Meter verfehlt hatten. Besser gesagt wir haben uns total vertaucht, weil jeder nur auf die Fische geachtet hatte und mit Tiefen- und Luftkontrolle noch genug zu tun hatten. Es ist gar nicht so einfach wenn man diese tollen Riffe unter Wasser erkundet und um tausend Ecken und zwei Schluchten taucht, dann auch noch die Orientierung zu behalten. Jedenfalls war das ein mehr als sinnvoller Kurs und der hatte bis zum Ende auch richtig Fruechte getragen und zwar so das wir als Buddyteam in den letzten 3 Tauchgaengen auch immer wieder genau am Schiff gelandet sind. Der naechste Tauchgang war dann der Nachttauchgang vor dem dann doch jeder ein bischen Respekt hatte der ihn zum ersten Mal gemacht hatte. Wie vor dem letzten AOW(Advanced Open Water)Tauchgang mussten wir wieder unser Padibuch studieren und vor dem Tauchgang gab es noch eine extra Vertiefungsgespraech mit dem Tauchinstructor wo dann noch alle offenen Fragen geklaert und vertieft worden.

Vorallem wie so ein Nachttauchgang ablaeuft ist ganz interessant. Jeder Taucher bekommt eine Knicklicht/Panzerlicht an das Ventil der Sauerstoffflasche, damit man von seinem Buddy auch geortet werden kann wenn die Taschenlampe ausfallen sollte. Dazu bekommt dann jeder Taucher eine Taschenlampe und das war es dann auch schon mit der extra Ausruestung. Es gibt dann noch ein paar andere Sicherheitslimits wie zum Beispiel das die maximale Tauchzeit auf 30 Minuten begrenzt wurde, damit man auch genug Sicherheitsreserve uebrig hat.

Dann hies es Ausruestung an, Unterwasserkammera aktiveren, Taschenlampe ein und in die schware See rein huepfen .... hmm und nach ein paar Sekuendchen stellt man doch fest das es so dunkel gar nicht ist. Der Lichtschein der vom Schiff aufs Wasser geworfen wird reicht komplett aus um ohne Taschenlampe ein paar Meter zu sehen. Der erste Nachtauchgang haben wir zusammen mit einem Tauchlehrer gemacht. War ein irres Erlebnis gewesen aber wir konnten kaum irgendetwas besonders nachtaktives entdecken. Beim zweiten Nachtauchgang war das ganz anders, wir konnten schlafende Schildkroeten in Hoelen entdecken, Fische auf Jagd und der HAMMER kam am Schluss bei unserem Sicherheitstopff fuer 3 Minuten auf 5 Meter Tiefe. Ein nicht gerade kleiner Hai, hatt uns dann im Schein der Taschenlampe in 5 bis 10 Meter entfernung umkreist. Das war so ein Moment bei dem man erstmal den Atem anhaelt und dann nur noch geniest wie dieser Jaeger eher gelangweilt weiter schwimmt. Tagsueber konnten wir auch einen in weiter Ferne sehen aber der ist jedes Mal gefluechtet wenn man versucht hat naher hin zu kommen. Allein schon die Barracudas abzulichten war eine Herausforderung die einige Anlaeufte bebraucht hat.

Am naechsten Morgen stand dann der Tieftauchgang fuer den AOW an. Dieser sollte auf eine Tiefe so um 28 Meter fuehren. Nach dem Nachttauchgang musste man dann noch das Kapitel durch bueffeln und am morgen davor wieder ein kleines Review mit dem Tauchlehrer. Besonderheiten sind nur das man mit der Hoehenkontrolle noch besser aufpassen muss als wenn man nur auf 20 Meter geht und wenn man auftaucht auch wiederum darauf achten muss nicht zu schnell hoch zu gehen. Interessant war dann noch die Konzentrationsuebung die wir an der Oberflaeche auf dem Schiff und auf 28 Meter in der Tiefe gemacht haben. Diese bestand darin das auf einer Tafel die Zahlen von 1 bis 20 total durchgewuerfelt aufgeschrieben waren. Du musstes dann die korrekte Reihenfolge durch das Deuten mit dem Finger herausfinden. Ich hatte an der Overflaeche knappe 20 Sekunden gebraucht und auf Tiefe 22 Sekunde, war gar nicht so schlecht ist. Hal, mein amerikanischer Tauchbuddy, hatte aber den Vogel abgeschossen. Er hatte 20 Sekunden an der Oberflaeche gebraucht und auf Tiefe 34 Sekunden!!

Die naechste beiden Tauchgaenge fuer den AOW konnte man frei waehlen und wir hatten uns dann alle auf Unterwasserphotographie und Unterwasserkunde entschieden. Das ganze bestand dann darin das der Tauchlehrer uns vorher erklaert hatte wie man am besten Unterwasserfotos machen kann. Also am besten von unten nach oben photografieren, den Hintergrund mit der Oberflaeche oder aenderen Objekten fuellen. Doch der Kurs hat mir auch etwas gebracht, da man als Taucher doch andere Moeglichkeiten hat als wenn man nur schnorchelt.

Unterwassernaturalist, nunja der bestand daraus das man sich ein paar Pflanzen, Korallenarten und Fische merkt und danach diese im Buch versucht zu spezifizieren. Danach stand dann Abends noch ein Nachttauchgang an und am letzten Tag 3 weitere Tauchgaenge an verschiedenen Riffen und Tauchstellen.

Es ist schon beeindruckend seinen ersten Hai unter Wasser zu sehen oder wie eine, an Land sehr behaebige, Schildkroete sich im Wasser wie ein Vogel bewegt. Auch die Artenvielfalt, die Farben sind absolut beeindruckend. Auch der aus dem Film bekannte Nemo konnte man auf etwa 14 Meter tiefe am letzten Tag auch noch ausgiebig betrachten und photographieren. Nemo selbst ist ein eher sehr unruhiger Kumpane, der sehr schwer zu photographieren ist.

So einfach mal ein paar Impressionen von der sagenhaften Unterwasserwelt des Great Barrier Reefs.



Fuer mich geht es nun heute Abend mit dem Flieger von Cairns nach Darwin. Von wo ich nach 6 stuendiger gammellei auf dem Flughafen, morgen frueh um 4 Uhr weiter fliege nach Singapore, dort weitere 6 Stunden auf dem Flughafen bis dann endlich mein Flieger Nachmittags um 3 Uhr nach HongKong amfliegt. Wo ich dann hoffentlich so um 21-22 Uhr Abends ankommen werde ( und dann brauch ich erstmal ein Bier ).

Australien war der Hammer, es war fuer mich selbst vorher ein eher schwarzer Fleck auf der Landkarte. Ohne grosse Vorstellungen vom Land bin ich hierher gekommen und konnte in den vergangenen zwei Monaten so verschiedenen Landschaften wie die BlueMountains, Victoria im Sueden Australiens, das Outback auf dem Tripp nach AliceSprings und Broken Hill, den einzigartigen Uluru(Ayers Rock) oder auch den Kings Canyon bestaunen. Jetzt so ein paar Stunden vor Abreise wuenschte ich, ich haette noch ein bischen mehr Zeit hier um den Norden und eventuell die Westkueste von Australien besuchen zu koennen.

Trotzdem passt doch der Auspruch von unserem lieben Nachbarn in Oesterreich der nun in Kalifornien seine Broetchen als Gouvernator verdient ganz gut zu mir und Australien: I'll be back (Ich komme wieder)

Jetzt geht es fuer mich auf eine neue Etappe, auf einen neuen Kontinet, die mich der Heimat wieder ein paar Flugstunden naeher bringen werde. Was die naechsten Monate vor mir liegt, das kann ich noch nicht sagen. Jedenfalls freue ich mich schon wieder auf alle moeglichen Begegnungen mit Land und Leuten.

Nach den 2 Monaten China wird es dann fuer ein paar Wochen (1, 2 oder 3) zu meiner Schwester nach Dubai gehen. Wobei ich hier schon wieder einen neuen Floh im Ohr habe und zwar den Oman. Eventuell eine Woche Dubai, dann eine Woche Oman mit Kultur und Tauchen?

Wir werden es sehen

Bis bald

Philipp

1 Comments:

At 5/29/2007 01:43:00 PM, Anonym said...

echt spitzen Bilder. Ich weiss wie schwer es sein kann, wenn Unterwasser die Fische halt einfach schneller sind als der eigene Foto.

Wir waren mal in Ägypten auf 32 Meter und mein Buddy hat schon so leichte Anzeichen von Tiefenrausch gehabt (hat seinen Namen Unterwasser versucht zu schreiben ?!?)

Sonntag waren wir beim Hoax grillen, wenn Du wieder da bist musste schauen dass de wieder mit dabei bist. War nämlich (in Deinen Worten) fuper :-)

mfg kio

 

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