Mittwoch, April 25, 2007

Und wieder zurück an die Küste ...

Kilometerstand: 2.600 Km

Albury -> Great Alpine Road -> Lake Entrance -> Ninty Mile Beach -> Lake Entrance -> Foster -> Melbourne

Von der absolut aufregenden Stadt Albury sollte es dann weiter in Richtung Melbourne gehen aber nicht über den großen Freeway sondern über ein paar kleine Nebenstraßen. Die einzige Straßenkarte die ich zu diesem Zeitpunkt hatte war die aus dem Lonelyplanet. Eigentlich hatte ich diese für absolut ausreichend befunden, nur fehlten die Straßennummern. Ohne diese hier in Victoria unterwegs zu sein ist nicht spaßig, denn oft ist nur die Nummer angeschrieben. Daher musste ich mir dann doch eine Straßenkarte kaufen, obwohl ich das eigentlich vermeiden wollte. Aber nach Umwegen wegen verfahren und die richtige Straße nicht finden von min. 300 Km hatte ich kein Bock mehr auf die LP Karte.

Da ich dann auch meinen Weg besser planen konnte bin ich dann wieder ein kleines Stück zurück gefahren um über die Greate Alpine Road an die Küste nach Lake Entrance zu fahren.

War auch die beste Entscheidung gewesen denn wie ihr oben an dem Alee Bild sehen könnt war die Straße Traumhaft gewesen. So wie ich mir Australien nie vorgestellt hatte. Auf der Straße fuhr man auf knapp 1.700 Metern hoch, in tollen Serpentienen die jeden Motorradfahrer träumen lassen. Jedenfalls ergaben sich dadruch das im Tal etwas Dunst lag und teilweise auch Höhenwolken unterwegs waren, irre tolle Lichtspiele. Wie dieses das ich auf dem Parkplatz fast am Gipfel eines Berges aufgenommen hatte.

Am Ende der Great Alpine Road stand als Ziel dann der hübsch gelegene Ort Lake Entrance. Als ich angekommen bin war wegen Dunkelheit nichts davon zu sehen, am nächsten Tag hatte es aus allen Kübeln geschüttet, da war ich nur froh das ich weg gekommen bin. Und wie sind dann diese tollen Sonnenbilder entstanden. Nunja, sagen wir mal ich hatte nach knappen 150 Kilometern am Ninty Mile Beach Sehensucht nach meinem Handy das ich in der Hostelküche im YHA in Lake Entrance beim Frühstück liegen gelassen hatte. War auch nicht gut so, denn ich hatte mich dann dort auch gleich noch mit neuen Blinkern und einer Monatslizenz (für 6 Euro) zum Angeln aus gestattet.

Von dort ging es nun wirklich in Richtung Süden, das Ziel hies: Wilson Promontory National Park. Bei Ankunft hatte bereits die Dunkelheit um sich gegriffen. An diesem Tag wollte ich eigentlich mal wieder irgendwo im Auto pennen. Dachte mir da kannst du das Hostel sparen und gleich noch den Eintritt in den Nationalpark wenn du in der Nacht rein fährst. Nunja die ganzen Empfehlungen in Australien nicht in der Nacht zu fahren kenne ich. Doch beinnahe hätte ich auf einer Seitenstraße des Nationalparks doch fast diesen Kumpel mit meiner Motorhaube genauer in Augenschein genommen:

Nicht erkannt? Nein es ist nicht ein allseits bekannter Arbeitskollege auf seinem Rennrad ;-) , na dann schaut mal auf dem nächsten Bild ob ihr Ihn bei Tageslicht besser erkennen könnt.

Jedenfalls hatte wenn dir in den Scheinwerfern 5 Meter vor der Motorhaube so ein Riese über die Straße springt hast du keine Lust mehr weiter zu fahren (Mit nem Jeep mit Kuhfänger schon aber nicht mit einer nagelneuen Reiseschüssel als Auto). Jedenfalls bin ich dann im Schneckentempo wieder aus dem NP raus gefahren und nach FOSTER gefahren. Übringends nein das ist nicht die Stadt wo das Bier herkommt. Beim Erkundigen genau nach diesem hatte mir dann ein Australier aus Canberra auch erzählt das kein richtiger Australier Foster trinkt, denn es gibt bessere Biere in Australien (Wobei ich ihm nur vollstens meine Zustimmung kund tuen konnte).

Am nächsten Morgen bin ich dann wieder in den NP gefahren, durfte dann auch meine Eintrittsgebühr ableisten. Hatte dann an der selben Stelle die Känguruhbilder bei Tageslicht gemacht, wo ich am Abends dann die Begegnung der dritten Art hatte. Hatte dann noch einen schönen 3-stündigen Walk gemacht, der mich auf den Mount Bishop geführt hatte. Allein schon von der Aussicht auf die Küste hatte es sich gelohnt.

Das Hostel in Foster, war auch wieder YHA, war super klein gerade mal für 10 Leute ausgelegt und sehr familiär. Auch für unsere lieben Bekannten Bedbugs, die Jupp in Sydney geplagt hatte, haben sich dort sehr wohl gefühlt. Nunja meine Arme gleichen eher einer Beulenbest als etwas anders.

Von Foster aus wollte ich eigentlich noch einen Tag an der Küste verbringen bevor ich nach Melbourne rein fahren wollte. Hatte aber dann nichts gefunden was mich angesprochen hatte oder frei war. Daher bin ich dann die ca. 200 Km nach Melbourne durch gefahren. Am nächsten Tag war Nationalfeiertag für alle im Krieg gefallenen besser unter ANZAC (The Australian and New Zealand Army Corps) bekannt, daher waren alle Straßen in und aus der Stadt total verstopft.

Am nächsten Tag ging es dann frühs zur ANZAC Parade. Die Parade besteht im großen aus den einzelnen Einheiten die in den Kriegen gedient haben, mit Ihrer Flage in der Front und die Veteranen hinterher. Dazu wurde gereicht alle paar Meter eine Musikband und historische Fahrzeuge.
Und im Anschluss gab an die Parade gab es dann noch das Bombenräumkomando in Liveaktion zu sehen in dem sie ein paar liegen gelassene Handtaschen vernichtet hatten.

Melbourne ist eine ganz hübsche Stadt mit einem gewissen Flair. Werde mir davon morgen noch mehr anschauen.

Von Melbourne wird es nun an der Küste über die Great Ocean Road weiter gehen in Richtung Adelaide. Habe heute im Hostel einen Dänen kennen gelernt der die gleiche Richtung und Zeitvorstellung hat. Mal schaun, werden morgen mal ein Bierchen trinken gehen, eventuell nehm ich ihn mit und wir können den Sprit teilen.

Bis bald

Philipp

P.S.: Viel Spaß beim Bilder durchblättern, die neuen Bilder sind online.

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