Mittwoch, März 07, 2007

Herzlichen Dank, fuer die Blumen

Hi,

an alle herzlichen Dank fuer eure Geburtstagsgruesse.

Seit meinem letzten Bericht von den Pfannkuchenfelsen bin ich dann weiter in Richtung Sueden geduest. Ganze 10 Km weiter habe ich dann an einem tollen kleinen und familieren Campingplatz fuer einen Nacht halt eingelegt.

Die Gegend um Greymouth ist bekannt fuer ihre zahlreichen alten Goldminengeisterstaedte und Fluesse in denen man selbst Gold suchen kann. Dass durfte ich mir doch nicht entgehen lassen. Habe mir in der Stadt eine Goldpfanne so schoen klassisch aus reinem extra schnell rostendem Stahl gekauft und bin ab in die Pampa. Nunja einen neuen Goldrausch hab ich nicht ausloesen koennen und ausser kalten Fuessen vom langen im kalten Wasser stehen und Rueckenschmerzen und viellen Insektenstichen ist auch nichts geblieben, hat aber trotz alledem Spass gemacht.

Von dort aus bin ich dann in Richtung Sueden zum Lake Brunner, wo ich Abends wieder versucht hatte eine Bachforelle an Land zu ziehen. Wollte aber irgendwie nicht so richtig klappen.

So den nachfolgenden Teil des Berichtes tippe ich jetzt schon zum fuenften Mal ab, dank annaloger Verbindung und der tollen Rechnerzugangssoftware hier im INet Computercenter.

Von Lake Brunner bin ich dann in Richtung Shantytown einer fuer Besucher zusammen gestellten alten Goldgraeber Siedlung gefahren. Unter anderem konnte man dort eine alte Bank besuchen wo anhand Infotafeln erklaert wurde wie Goldbarren aus den kleinen Goldnuggets hergestellt wurde. Die Hauptattraktion war aber eine alte Dampflokomotive mit der man ein Stueck in den Wald zu einer alten Saegemuehle und einem Besichtigungsposten fahren konnte. Tolle Sache ausserdem gibt es noch alle wichtigen Handwerkereinrichtungen zu besichtigen. Lohnt auf alle Faelle einen Besuch. Zwar konnt man dort auch wieder Gold finden aber naja sagen wir mal ich war gesaettigt nach meiner 4 stuendigen Exkursion.

Weiter in Richtung Sueden (was bei uns klimatisch dem Norden entsprechen wuerde) ging es nach Hukitika. DER Stadt fuer Jade (Greenstone) in Neu Seeland, sehr schoene Sachen gibt es da aber da ich keine Ohringe, Ketten, Amulette oder einhalb Kilo schwere Anhaenger trage bin ich da auch schnell wieder weg zu einem etwas ausserhalb an einem See gelegenen DOC Campingplatz. Famous Koch wie ich bin, wieder moerderisch gekocht (auf Deutsch uebersetzt: Geschneltzeltes mit Kidney Bohnen, Champions und ner guten Portion Chillie). Problem war dannach nur ich hatte eine riesige Portion fuer 3 Leute und ich hatte keinen Hunger mehr, hmmmm. Da hab ich kurzerhand zwei Deutsche aus Starnberg die neben mir gezeltet hatten zum Essen eingeladen. Die beiden hatten sich moerderisch gefreut mal wieder was gescheits zu bekommen oh oh aber Sie leben noch.

Am naechsten Tag bin ich dann mit den beiden (Helga und Elisabett) dann zusammen an den Franz-Josef Gletscher gefahren und auch den 4 Stunden Walk bis zum Gletscher gemacht. War imposant, da eindeutig breiter und groesser als die Gletscher zum Beispiel in Norwegen. Dafuer war aber der Franz schoen mit Asche von einem Vulkanausbruch Anno 1997 schoen schwarz gefaerbt (offiziell dazu hab ich nichts finden koennen, daher vermute ich mal dass das so stimmt). Die beiden wollten dann noch am gleichen Tag nach Queenstown fahren (380 KM in Richtung Sueden), hab den nur viel Spass gewuenscht und bin auf den DOC Campground an der Kueste in der Naehe vom Fox Gletscher gefahren.

Dort habe ich mich dann mit meinem Dinner an den Strand gesetzt, der aus riesigen Steinen und alten ausgedoerten Baeumen bestand. Ein nettes Feurchen angemacht und mein Bierchen genossen. Ich kann euch nur sagen das war wirklich entspannend. Gegen 9 Uhr sind dann noch ein paar Franzosen aufgetaucht die dann sich Brandungsangeln geuebt haben. Ausser 2 kleinen Haien war nichts zu holen. Wir sassen dann noch so bis halb 12 am Feuer.

Tja und am naechsten Morgen war dann der 6te und ich hab mich wieder geuebt in der Zubereitung von Meet. Die Franzosen hatten mir nur am Abend vorher erzaehlt (eine war Koch) wie toll den Froschschenkel schmecken, nuja das rohe Fleisch auf Toast mit Zwiebel war dann aber doch nicht ihr Fall :-), den Franzmaennern hattes anscheinend aber gut geschmeckt, weil es war ja eigentlich ein Tatar aus reinem Rinderhackfleisch mit Ei, Zwiebeln und ein paar Gewuerzen. Nach einem ausgiebigen und langen Fruehstueck sind wir dann gegen 1 Uhr Nachmittags auf die 4 Stunden Tour zu den Seeloewen aufgebrochen. War ein toller Walk durch Regenwald, vorbei an alten Relikten der Goldgraeberzeit (Stollen, Maschinerie). Die Seeloewen waren in Ma(a)ssen vorhanden, ganze 2 haben wir erkennen koennen. Zurueck waren wir so gegen 6-7 Uhr. Bis es dunkel wurde hatte ich mich dann auch noch mit zwei neu eingetroffenen Paerchen aus Stuttgart verquatscht die auch gerade auf Weltreise sind, aber von der Richtung Thailand kommen. Ja ein paar tolle Tipps bekommen und auch fuer den noerdlicheren Teil der Suedinsel geben koennen. Mit der Anbruch der Dunkelheit haben sich dann unsere Aersche an den Strand begeben, Feuerholz gesucht und versucht bei schoenstem tief dunkelem gewittrigen und schoen stark veregnetem Himmel ein Feur zu machen. Wir wollten schon alle aufgeben aber dann hatte es zum Glueck aufgehoert mit regnen. So konnte ich dann meine Sektflasche rausholen und wir haben dann auf meinen Geburtstag angestossen. Wir waren etwa noch bis 12 Uhr am Feuer gesessen und einer der Franzosen hat einen Gassenhauer nach dem anderen geschmettert, war irre. Dabei ist mir nur eingefallen dass ich nicht ein gescheites normales Lied kann, nur so die ueblichen Sauflieder, hmm das muss auch mal geaendert werden.

Ja und heute morgen war dann vom Wetter her das komplette gegenteil zu gestern. Ab 5 Uhr morgens hatte es aus Wasserfaellen geschuettet, Marke Weltuntergang mit einem Sturm der sich selbst auf dem Waltersberg sehen lassen koennte. Ich bin nur froh das ich in den einzigen regenreien Minuten heute morgen mein Zelt abgebaut habe und dann in die Stadt ins Cafe gefahren bin. Nach kurzerzeit hatte sich dann dort auch der halbe Campingplatz versammelt, aufgewaermt und gestaerkt. Gegen 3 Uhr bin ich dann in Richtung Haast weiter gefahren. Wo ich aktuell auch in dieser doch sooo riesiegen Metropole im Hostel sitze und den Wasserfaellen draussen beim vom Himmel stuerzen zusehe. Angeblich soll ja bereits morgen Abend der Regen ein Ende finden, naja und Deutschland ist Fussballweltmeister. Will auch nicht weiter fahren, denn das hier ist eigentlich eine total schoene Gegend nur mit den Wolken an den Bergen sieht man halt davon ueberhaupt nichts.

So das wars jetzt erstmal wieder. Bilder gibts wenn die Anna aufhoert zu luegen und Ischdn wieder gespraechiger ist ;-)

Bye

Philipp

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